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Souverän präsentieren? Mit unseren Tipps kein Problem

Wir verraten Ihnen ein Geheimnis: Profis, die vor hunderten von Menschen und kleinen Gruppen souverän präsentieren können, haben schwitzige Hände, einen trockenen Mund oder vergessen ihren Text. Dem Publikum fällt das trotzdem nicht auf. Das heißt in selbstbewussten Auftritten stecken Planung, Übung und Disziplin. Wie wir es machen würden, erklären wir Ihnen im Artikel.
Block mit zerkautem Bleistift
Bestens, den ersten Schritt zum souveränen präsentieren haben Sie getan. Denn Sie schauen genauer auf das Thema. Der nächste Schritt? Planen Sie jetzt Ihren Vortrag, Sales-Pitch oder die Mitarbeiterpräsentation.

Konzept statt Stegreif

Souveränität ist kalkulierbar. Das heißt: bereiten Sie sich vor. Auf jede Präsentation, auch auf die vermeintlich kleinen. Nur auf einem soliden Fundament können Sie Souveränität demonstrieren. Zeichnen Sie auf Post-its, schreiben Sie etwas in Ihr Smartphone – ein kleines bisschen Vorbereitung ist immer besser als keine Vorbereitung.

Wo würden wir anfangen? Die Basis für ein Vortrags- oder Präsentationskonzept besteht aus diesen Standardelementen:

  • Bestimmen Sie Ihre Zielgruppe. Am besten so konkret wie möglich, immerhin handelt es sich um Menschen mit realen Problemen und vielschichtigen Bedürfnissen. Fragen Sie sich: „Warum sitzen diese Menschen im Publikum?“. Und: „Wie kann ich die Probleme dieser Personen mit meinen Erfahrungen und Ideen lösen?“.
  • Bedenken Sie das Setting. Wie viel Zeit haben Sie? Steht Ihnen eine Leinwand oder ein Big Screen zur Verfügung oder sprechen Sie ohne technische Unterstützung? Werden Sie in der letzten Reihe noch gehört? Finden Sie Antworten darauf, finden Sie auch die passenden Worte und den richtigen Ton für einen souveränen Stil.
  • Formulieren Sie Ihre Kernbotschaft. Was wollen Sie sagen? Was soll Ihr Publikum mitnehmen? Sie brauchen einen Satz, der das Kopfkino startet. Mit dieser Formulierung im Gedächtnis, strukturieren Sie Ihre Präsentation. Damit fußt Ihr Folien-Set auf einer Aussage, wirkt stringent und Sie kommen souverän an.
  • Erzählen Sie eine Story. Menschen verstehen komplexe Inhalte viel besser, wenn sie in Geschichten verpackt sind. Obendrein bleiben die Botschaften so länger im Gedächtnis. Das funktioniert nicht zwingend in jedem Setting (siehe oben), wenn es passt, wirkt Storytelling allerdings ziemlich gut.

Aus unserem Alltag im Präsentationsgeschäft wissen wir: Diese vier Elemente machen Souveränität berechenbar. Redner stehen mit einem soliden Konzept auf der Bühne, der Sales-Mitarbeiter hat fundierte Strukturen für seine Präsentationen und selbst in kleinen Meetings glänzt der Referent.

Nahaufnahme 50-Cent-Stück

Hochklassiges Design statt 50-Cent-Folien

Stellen Sie sich vor, Sie stehen vor dem Beamer und Ihre Folien sehen gut aus. Richtig gut. Das macht es viel einfacher, selbstbewusst die Inhalte zu präsentieren. Einige Kleinigkeiten genügen (meistens), um Vortragsfolien übersichtlicher, lesbarer und verständlicher zu gestalten:

  • KISS-Prinzip (keep it short & simple). Einfacher ist tatsächlich meistens besser. Statt viele Inhalte auf eine Folie zu quetschen, wirkt es besser, ausgewählte Fakten darzustellen. Das bedeutet auch, Fließtexte zu vermeiden und Tabellen stark einzuschränken – oder besser: Tabellen ganz zu vermeiden.
  • Überschriften-Logik. Folgen die Überschriften und Zwischenüberschriften immer der gleichen Logik, fällt es dem Publikum viel leichter, sich auf den Folien zurechtzufinden. Und für Sie wird es beim Erstellen der Präsentation ebenfalls viel leichter. Für beide Seite ein Gewinn.
  • Einheitlichkeit. Schriftart, Bullet Points, Schaubilder und Texte. Das Design sollte stets einheitlich sein. Das Design wird zu einer Sprache, die vom Publikum gelesen wird – mittendrin in einen anderen Akzent oder in eine ganz andere Sprache zu wechseln, erschwert das Verständnis.

Je mehr Zeit Sie in das Design der Folien stecken, desto besser stehen Sie am Ende da. Sehen Sie es so: Wenn Sie beispielsweise um eine sechs- oder siebenstellige Summe pitchen, Ihr Folien-Set aber so aussieht als hätte es ein Praktikant zusammengebaut, dann passt das nicht zusammen. Der mitreißende Auftritt scheitert schon am Überschriftenchaos.

Probelauf statt Desaster

Geben Sie nicht auf, Sie stehen schon gut da: Sie haben ein Präsentationskonzept in der Tasche und Ihre Botschaften sind  visualisiert.

Wir raten: Spulen Sie die Präsentation mindestens einmal zur Probe ab. Lassen Sie die Inhalte, Übergänge und alles andere probeweise durch Ihren Kopf laufen. Nur mit Übung wirkt der Auftritt am Ende souverän. Damit vermeiden Sie peinliche Pausen und die meisten Technikprobleme. Wie? Testen Sie Ihr Material vor einem Probepublikum oder allein – was im Alltag realistischer ist.

Das Einüben trägt viele Früchte:

  • Wenn Sie Ihre Präsentation gut kennen, brauchen Sie die Inhalte nicht abzulesen. Der Auftritt wirkt lockerer und deutlich souveräner.
  • Die Probe schafft Sicherheit und mildert Vortragsängste (ein wenig) ab.
  • Das Vortrags-Set wird getestet und Fehler werden sichtbar. Rechtschreibfehler, Animationsfehler, faktische Fehler und so weiter.
  • Einem Publikum fallen Lücken, Ungereimtheiten und Inkonsistenzen auf, die Sie längst überlesen.

Eine Generalprobe frisst Zeit, aber Nutzen und Mehrwert wiegen diese Investition allerdings immer auf.

Katze schreit in eine Mikrofon

Keep it real statt Rampensau

Verbiegen Sie sich für die Präsentation nicht. Bleiben Sie authentisch. Um souverän anzukommen, müssen Sie sich wohlfühlen und auf die Art präsentieren, die am besten zu Ihrer Persönlichkeit passt.

  • Ruhig und gefasst zu sein, ist okay. Nicht jeder Referent muss als energetischer Entertainer auftreten, um das Publikum mitzureißen.
  • Persönlichkeit zu zeigen, ist kein Verbrechen. Im richtigen Setting und im passenden Moment Emotionen zu zeigen, wertet den Vortrag auf.

Was der Referent mitbringt, darf den Vortrag prägen. Sofern mindestens das Setting ebenfalls dazugerechnet wird: Bei einer Vorstandspräsentation, in der es um rationale Fakten geht, vor Emotionen überzuschäumen, passt eher nicht. Auf einer großen Veranstaltung kühl und unnahbar rational die Inhalte einer Präsentation abzuspielen, passt auf der anderen Seite ebenfalls nicht.

Der Tipp kommt Ihnen bekannt vor? Dann kennen Sie bestimmt schon unseren Text In 12 Schritten zur perfekten PowerPoint-Präsentation.

Mikrofon auf einer leeren Bühne

Angst statt Betablocker

Bestes Mittel gegen Vortragsangst oder Lampenfieber ist unserer Erfahrung nach: Übung. Referenten dürfen vor wichtigen Präsentationen verunsichert sein – und viele gute Redner haben auch nach Jahrzehnten immer noch leichte Beklemmungen, bevor sie an das Mikrofon treten.

Die negativen Emotionen zu unterdrücken, bringt nichts. Vor allem mittel- und langfristig. Denn Vorträge müssen auf allen Unternehmensebenen immer und immer wieder gehalten werden. Vor Kollegen, vor dem Chef, bei einer Konferenz oder vor Ort beim Kunden.

Leider ist Verunsicherung und Aufregung vor und während einer Präsentation immer sehr individuell. Deshalb kann professionelle Unterstützung gezielt auf Ihre persönlichen Stärken und Bedürfnisse eingehen – fragen Sie uns, wir helfen.

Nahaufnahme Eichhörnchen

Merkel-Raute statt Hände in den Taschen

Körpersprache ist wesentlich, um hinterm Rednerpult, auf der Bühne oder im Meeting souverän zu wirken. Selbst wenn Menschen es nicht bewusst tun – und das ganze Thema vermutlich stark kulturell codiert ist: in den ersten Augenblicken eines Auftritts werden ReferentenInnen in eine Schublade gesteckt. Vortragende können aber steuern, in welcher Schublade sie landen.

Elemente der Körpersprache, die Sie für Ihren Vortrag beeinflussen können:

  • Körperhaltung. Die aufrechte Haltung wirkt meistens souverän. Verlagern Sie das Gewicht auf beide Beine, finden Sie einen festen Stand. Während des Vortrags ist es angebracht, herumzulaufen und sich zu bewegen. So lange Sie nicht zu oft die Pose wechseln.
  • Mimik. Beim Präsentieren spielt sich in Ihrem Gesicht immer etwas ab – Stirnrunzeln, Lächeln, geschürzte Lippen. Gut so, daran erkennt das Publikum Emotionen. Die Mimik sollte dabei aber zum Gesagten und zum Gezeigten passen. Gleiches gilt für den Blick.
  • Blickrichtung. Ein direkter Blick knüpft Kontakt mit dem Publikum. Besonders wenn der Referent / die Referentin den Blick schweifen lässt und mehrere Menschen einbezieht. Außerdem lassen sich Inhalte unterstreichen: Ein bedeutungsschwangerer Blick von den Folien direkt in das Auditorium auf dem Höhepunkt einer Argumentation wirkt.
  • Gestik. Zusammenhänge, Proof Points und Aussagen lassen sich mit Gesten unterstreichen. Vortragskünstler setzen stets ihre Hände ein, um einen Teil der Geschichte zu erzählen. Das aktiviert und ReferentInnen wirken weniger passiv.
  • Klare Sprache. Damit meinen wir einerseits eine klare und deutliche Aussprache. Andererseits die Reduktion von Komplexität. Gewisse Fachbegriffe gehören bei einem Vortrag dazu – mit zu vielen Buzzwords wirkt der Vortrag sinnentleert.
  • Extratipp gegen brüchige Stimme. Zur Vorbereitung, direkt vor dem Vortrag: Legen Sie den Zeigefinger Ihrer rechten Hand auf Ihre Nasenspitze. Atmen Sie tief ein und summen Sie beim Ausatmen einen tiefen Ton. Wiederholen Sie die Übung circa eine Minute. Damit aktivieren Sie Ihre Stimmbänder, beim Reden bricht die Stimme seltener.

Ähnlich wie bei unseren vorherigen Tipps, wirken die Tipps am besten, wenn Sie eingeübt werden. Beispielweise können Sie beim Verproben Ihres Vortrags (siehe oben) bereits mit Ihrer Körpersprache arbeiten.

Das Thema ist insgesamt komplex, wenn Sie das Gefühl haben, dieser Text reicht noch nicht: In unserem Speaker Training bereiten wir Sie persönlich und individuell auf Ihre nächste Präsentationsherausforderung vor.

Tipps im Überblick

Was brauchen Sie, um souverän zu präsentieren?

  • Ein Konzept, in dem Sie Zielgruppe, Setting, Kernbotschaft und Story bestimmen
  • Gut aufgebaute Folien, die übersichtlich gestaltet (KISS-Prinzip), mit einer Überschriftenlogik ausgestattet und aus einheitlichen Elementen aufgebaut sind
  • Mehrere Probedurchläufe
  • Authentizität
  • Ein bisschen Angst
  • Die richtige Körpersprache

Warum wissen wir das? Weil wir 30 Jahren Präsentationserfahrung haben.

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